Buch: Radikal Führen

Schon in 2012 erschien Reinhard K. Sprengers Buch ‚Radikal führen‘. Der Titel sprach mich direkt an, weil ich Einfachheit mag. Sprenger präsentiert uns hier keine neue Methode, sondern geht der Führung „an die Wurzel“: was ist Führung? Welche Aufgaben hat Führung?

Reinhard K. Sprenger  wurde Anfang der Neunziger Jahre bekanntBuch_Radikal-führen_Cover mit seinem Buch und dessen provokanten Titel ‚Mythos Motivation‚ (Spiegel-Interview, manager magazin), es folgte das Buch ‚Prinzip Selbstverantwortung‚. Beim Stichwort Selbstverantwortung bin ich gedanklich schnell bei der Umsetzung agiler Kooperation. Darum geht es dort doch auch, oder?

Agilität als Konzept spielt in ‚Radikal führen‘ keine Rolle. Doch es gibt gemeinsame Grundannahmen von dem, was Sprenger als Führungshaltung freilegt und Agilisten voraussetzen: der qualifizierte Mitarbeiter ist gut und tut sein Bestes zum gemeinsamen Geschäftserfolg. … wenn man ihn lässt. Oder das Credo in Bezug auf das Individuum: wir sollten Andersartigkeit schätzen.

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Buch: „Geschichten vom Scrum“

Scrum(-buch) wie im Märchen

Scrumgeschichten-Ausschnitt

Endlich habe ich wieder ein Sachbuch gelesen, dass mit jeder Zeile Lust auf mehr und auf direktes Umsetzen und ausprobieren macht.

Dem Hamburger Autor, ehm, Geschichtenerzähler Holger Koschek gelingt es hier vortrefflich, die Freuden und Leiden eines Entwicklungsteams greif- und fühlbar zu machen, ohne dafür komplizierte Softwareentwicklungvorgänge zu schildern. Denn er entführt uns mit seiner Drachenfallenbauergeschichte ins neutrale „Wieimmerland“ (Assoziationen sind gewollt!) und ganz nebenbei natürlich auch ein Stück weit in unsere Kindheitsgeschichten. Illustrativ wird das mit Playmobilfiguren untermalt, was für meinen Geschmack verzichtbar wäre, zumal die ganzseitigen Fotos in schwarz-weiß gehalten sind.

Und so werden Scrum- und ‚lean‘-interessierte Leser nicht von Entwicklungsdetails abgeschreckt (Nicht-IT-Experten) und für Leser aus der IT und Softwareentwicklung besteht nun keine Gefahr, durch das Verlieren in technischen Umsetzungsdetails vom Wesentlichen der beschriebenen Methoden abgelenkt zu werden.

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Geschenk zur persönlichen Friedensförderung gesucht?

Hörbuch-Empfehlung zu besserem Umgang mit unserer Wut und der unserer Mitmenschen.

„Was Dir Deine Wut sagen will“,  ein deutschsprachiges Hörbuch zur ‚Gewaltfreien Kommunikation‘ von Marshall B. Rosenberg (amazon). Natürlich gibt es diesen Text auch als Buch zum Selberlesen (amazon).

In der ‚Gewaltfreien Kommunikation‘ geht es nicht darum, Wut und Ärger zu unterdrücken! Denn unterdrückte Wut sucht sich dann gern einen Weg, mit dem sie für uns und andere (auch physisch) gefährlich werden kann. Unsere Wut gibt uns dagegen Hinweise darauf, dass für oder in uns etwas nicht in Ordnung ist und wir dem Aufmerksamkeit schenken sollten.

Rosenberg vergleicht das mit den Warnleuchten im Armaturenbrett eines Autos, diese geben uns Hinweise auf die „Bedürfnisse“ unseres Motors, die wir ja auch nicht einfach ignorieren oder abdecken würden. Also lernen wir, mithilfe unserer Wut und unseres Ärgers mehr über unsere Gefühle und Bedürfnisse zu erfahren und diese verständlich auszudrücken.

Warum ich diese CD trotz meiner persönlichen Hörbuch-Abneigung empfehle?

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Buchtipp: Die sieben Irrtümer des Change Managements

… und wie Sie sie vermeiden. Von Willibert Schleuter und Johannes von Stosch.
Campus Verlag, 2009. 218 S. Gebunden, € 39,90
ISBN: 978-3-593-39135-9

Ein tolles Buch zum Change Management, das selbst für das steht, wovon es erzählt: Offenheit, emotionale Verbundenheit, durch Einschübe von Erlebnissen, und vom Mut, den Anfang zu machen und loslassen zu können.

Es ist auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch gut lesbar und doch steht es der veränderungsinitiierenden Führungskraft als praktische Referenz mit konkreten Tipps, praktischen Beispielen (auch aus anderen Unternehmen und der Politik), Werkzeugen und Checklisten zur Seite.

Eine Warnung vorab: „Wer das kreative und revolutionäre Potenzial der Basis wach gekitzelt hat, muss es anschließend auch aushalten. Denn Mitarbeiter, die sich erfolgreich in einen Change-Prozess eingebracht haben, lassen sich anschließend nicht den Mund verbieten.“ Bei Audi EE ging dann die zweite Welle der Veränderung los, diesmal aber „von unten“ initiiert.

Mir gefällt es so gut, weil ..

  1. … der Ton des Buches so angenehm undogmatisch und praktisch ist und doch eindringlich bleibt.
  2. …weil ihr Credo für das „beeinflussende Change Management“, das insbesondere zu intensiver Kommunikation zwingt, mir aus der Seele spricht, so auch die damit verbundene Wertehaltung, die sie in der Einleitung verdeutlichen: u.a. Ehrlichkeit, Offenheit und Einsatz für und mit der Basis. Dazu kommt der Hinweis an die Veränderungs-initiierende Führungskraft, dass Veränderung sich nicht weg delegieren lasse an Berater! Berater können immer nur unterstützen.
  3. …weil der Erfolg ihres praktischen Beispiels (Audi EE) ihnen Recht gibt.
  4. …weil nun an einem erfolgreichen deutschen Beispiel aufgezeigt wird, warum Netzwerkstrukturen innerhalb des Unternehmens und mehr (Organisations-)Verantwortung für den einzelnen Mitarbeitenden auch strategisch sinnvoll sind.

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Buchtipp: John Kotter – Prinzip Dringlichkeit

Noch ein Geschenktipp. Die deutsche Ausgabe dieses noch immer aktuellen Kotter-Buches kam zwar schon zum letzten Weihnachtsgeschäft (2009). Doch sicher lag es noch nicht auf jedem Manager-Gabentisch. Ich habe es gar nicht zuende gelesen, zu ein-dringlich doch sein Aufruf zum Vorleben von Dringlichkeit im Unternehmen und nicht nur dort… !

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